Sonntag, 4. September 2011

«The Future»

Die Schonfrist ist vorbei. Ein neuer Abschnitt meines Lebens beginnt. Meine Gefühle sind wie ein Insalata Mista. Gemischt eben. Aber die positiven Gefühle überwiegen, sprich es sind viele leckere Tomaten im Salat. Die positiven Gefühle überwiegen momentan eh. Die letzten Wochen waren toll und haben mir mal wieder gezeigt, was für großartige Menschen ich kenne und sogar meine Freunde nennen darf.

Seit meinem Umzug vor mittlerweile 18 Monaten ist so viel passiert und ich habe viele neue Menschen kennen- und liebengelernt und sowohl gute als auch schlechte Erfahrungen gemacht. Eben die, die das Leben mit sich bringt. Eine aufregende Zeit liegt hinter mir, aber ich blicke auf eine ebenso aufregende Zeit in der Zukunft. Die Musik in meinem Kopf bleibt dieselbe und ich werde weiter dazu durch's Leben tanzen. In meinem ganz eigenen Rhythmus.

Freitag, 29. Juli 2011

«Auszug #3: A Story of a Girl meets Boy»

Ich bin defintiv ein Freund des Spiels mit offenen Karten. Oft genug schon wurde ich in meinem (von Schicksalsschlägen geprägten) Leben belogen und hintergangen. Mir ist die Realität wohl mehr als nur zuwider. Ich bin seit 20 Jahren auf der Flucht vor jener. Je älter ich werde, desto intensiver wird mein Drang danach, mich in irgendwelche idealistischen oder auch illusorischen Utopien zu verrennen. Glücklicherweise bin ich mir dessen meist bewusst. Es sei denn, ich habe mal wieder zahllosen Fusel zu mir genommen, der es mir nicht möglicht macht, klare Gedanken zu fassen. Aber zugegeben flüchte ich auch oftmals mit nüchternem Kopf in jene Utopien. Vielleicht mag es mitunter an meiner tendenziell eher naiven Grundhaltung gegenüber dem Leben liegen oder auch daran, dass ich mit allen mir gegebenen Mitteln versuchen werde, mein Leben (auch das spätere Leben in einer monogamen (?!) Partnerschaft) anders zu gestalten, als meine Eltern es taten. Der Glaube an die ewige Liebe existiert in meiner surrealen Welt nicht mehr - wobei ich es in Frage stellen muss, ob er dies überhaupt jemals tat.

Aufgrund von diversen (und vollkommen unterschiedlichen) Erfahrungen in meinem bisherigen Leben, habe ich es gänzlich abgelegt Erwartungen zu stellen. Wie soll ich etwas von meinen Mitmenschen erwarten können, wenn ich selbst nicht in der Lage bin, die Erwartungen anderer (und nicht mal meine eigenen) zu erfüllen? Folglich brauchst du dir darüber also keine Gedanken zu machen.

Februar 2010

Sonntag, 10. Juli 2011

«Auszug #2: A Story of a Girl meets Boy»

Heute ist einer dieser Tage, an dem ich lieber hätte im Bett bleiben sollen (oder an dem ich mir wünsche, gar nicht geboren worden zu sein). Ich schlug heute früh meine noch immer müden Äuglein auf und musste ein ziemlich starkes Kratzen in meinem Hals registrieren. Nach einer ausgiebigen Dusche und meinem morgendlichen Beautyprogramm dachte ich (fälschlicherweise), dass der Tag vielleicht doch nicht so schlecht werden würde. Als mich in Holland dann aber ein Ausländer ohne jeglichen Grund anpöbelte und mich folgendes fragte: "Hast du ein Problem, du Nutte?!", schaufelte ich meinen naiven Gedanken und auch meinem letzten Funken Hoffnung ein Grab. Seit etwa acht Stunden verspüre ich zusätzlich ein sehr unangenehmes Hämmern in meinem Kopf und male mir aus, dass es ein Gehirntumor ist, der da von Innen an die Schädeldecke klopft und mir nett und ziemlich sarkastisch "Guten Tag!" sagen will.

Februar 2010

Sonntag, 5. Juni 2011

«Auszug #1: A Story of a Girl meets Boy»

"Apropos Euphorie beim Einkaufen diverser Dinge...ich habe mir die Tage drei neue Bücher bestellt (u.a. "Der Fänger im Roggen", welches ich schon seit knapp sechs Jahren lesen will (die neuen Schuhe erwähne ich an dieser Stelle ausnahmsweise nicht)). Schlussfolgernd bestellte ich also das Buch. Und während ich die virtuelle Realität 2.0 nach Leseproben durchforstete, fand ich heraus, dass der Autor J.D. Salinger erst vor wenigen Tagen verstarb. Ebenso obskur finde ich die Tatsache, dass der Mörder von John Lennon den Fänger im Roggen an jenem 8. Dezember bei sich trug. Auch diese Faktizität war mir bis kurz nach Tätigung der Bestellung nicht bewusst. Die Mysteriositäten häufen sich (vielleicht sollte ich Jonathan Frakes anrufen und ihm meine skurrilen Geschehnisse als Fortsetzung einer Neuauflage von "X-Factor: Das Unfassbare" verkaufen)..."

Januar 2010

Donnerstag, 26. Mai 2011

«Ich will nur schreiben. Schreiben und trinken» (Bukowski)

Ich hatte fest damit gerechnet. War mir so verdammt sicher. Alle Lichter waren grün. Weder Rot, noch Schwarz in Sicht. In den letzten Jahren habe ich festgestellt, dass ich Realist bin. Natürlich entschwinde auch ich gerne in Traumwelten und male mir meine dortige Welt mit rosaner Farbe und Glitzer aus. Auch Einhörner zieren diese Welt, in der jeder zufrieden ist, in sich ruht und sich wohl fühlt. Aber dies ist eben nur eine Traumwelt, aus der einen die beschissene Realität eh ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück holt. Und zwar so hart, dass man meist mitten auf der Fresse landet und eine blutige Nase davonträgt, die eine 10er Packung jungfräulicher Taschentücher flugs tiefrot einfärbt.

War ich zu optimistisch? Ich denke nicht. Ich wurde in dem Glauben gelassen, eine ernsthafte Chance zu haben und mich beweisen zu können. Aber soweit kam es jetzt nicht einmal. Wegen personeller Umstruktierung. Drauf geschissen! Ich fühle mich unfair behandelt. Zu Recht. Jetzt hänge ich wieder in den Seilen, wie ein Hochseilartist oder Hochseilauthist, der die Balance verloren hat und dem der schmerzhafte Aufprall auf den Asphalt droht.

Die Zeit rinnt und nimmt keine Rücksicht auf Leute, die den Anschlusszug verpassen - so wie ich. Den Anschlusszug in Richtung Festes Standbein, Kreis Zukunft. Aber verpasse ich ihn wirklich? Oder gibt mir nur die Gesellschaft, die einen irgendwie (wenn auch oft unterbewusst) unter Druck setzt, dieses Gefühl? Oder meine Eltern, die Erwartungen an mich stellen? Oder gar ich selbst, weil ich niemanden enttäuschen möchte?

Natürlich will ich etwas erreichen. Und ich bin mir sicher, dass ich das tun werde. Aber mein Weg zum Ziel wird kein perfekter Catwalk-Lauf sein. Ich werde auch in Zukunft wieder umknicken und sogar hinfallen. Aber solange ich noch die Motivation besitze aufzustehen, weil ich weiß, dass nach dem Catwalk im Backstagebereich, ein fettes Buffet auf mich wartet, werde ich weitermachen.

Ich weiß, was ich will. Genau das, was Bukowski wollte: Schreiben. Schreiben und trinken. Er zog es durch. Und ich werde es ihm gleich tun. Mit allen mir gegebenen Mitteln. Wobei ich dann schon etwas mehr Anspruch an meine Zukunft stelle: Essen, Geld, Liebe und Sex will ich obendrein.

Donnerstag, 5. Mai 2011

«Circle One//3 - Poetry Allstars: Team Totale Zerstörung»



Gestern kam ich beim Circle One//3 - Poetry Slam Allstars in der Clubschiene in Münster in den Genuss, das Poetry Slam-Duo Team Totale Zerstörung (TTZ) live erleben zu dürfen. André Hermann und Julius Fischer aus Leipzig haben eine ganz besondere Art ihre Texte vorzutragen und ziehen einen direkt in ihren Bann. Mit Humor, der ins Schwarze trifft. Den Poetry Slam konnten TTZ für sich entscheiden und setzten sich gegen Slam-Größen wie Tobi Heyel, Marian Heuser, Laura Reichel und Fabian Navarro durch. Das Video ist zwar keine Aufnahme von gestern, aber "Girls Girls Girls" trugen sie ebenfalls vor. Schaut es euch an und trainiert eure Bauchmuskeln!

«Eine Ode an die Jalousie»

Du machst den Tag zur Nacht, während ich die Nacht zum Tag mache.

Ohne dich stünd ich vor der Menschheit im Evakostüm dar, wenn ich mich abends meiner Kleider entledige.

Du verwährst mir den Blick auf das Elend dieser Welt, wann immer es mir über den Kopf wächst.

Wenn die Vögel nach einer durchzechten Nacht anfangen zu singen und im Stande scheinen mir den Schlaf zu rauben, machst du mir ein Stück weit taube Ohren und verhilfst mir zu träumen.

Ich bin kein Freund der Realtität. Du hilfst mir jener zu entfliehen, dem Alltag zu entkommen, abzuschalten und alles um mich herum auszuschalten.

Danke dir, oh Jalousie.